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Tintenklecks








Ursprüngliches
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Tattoos gab es in fast allen Kulturen auf der Welt. Der Zweck dieser Kunstwerke und Symboliken ist jedoch je nach Glauben und Kultur unterschiedlich. Entscheidend war z.B., auf welchen Körperteilen die Bilder verewigt wurden. Ob im Gesicht, auf der Brust, den Nacken, den Händen... so konnten die einzelnen Symbole einen doppelten Deutungswert haben. Tattoos dienten neben dem "bloßen" Schönheits-symbol als Schmuck, verschiedenen Zwecken. Ein Bruchteil soll hier Erwähnung finden:

  Zur Markierung von bestimmten Lebensabschnitten oder als Symbol für die Gruppenzugehörigkeit,
wurden in vielen Kulturen Tattoos auf ganz unterschiedliche Art und Weise unter die Haut gebracht. Sie

kennzeichneten das Ende der Pubertät, gute Jagderfolge, Clanzugehörigkeit und Religiosität.

  Ein Krieger konnte sich durch ein Tattoo schützen, wenn er im Tötungsfall die Rache des Getöteten fürchtete. Durch das neue Bild, konnte die Seele des Toten den Täter nicht mehr wiedererkennen und ausfindig machen.

Ritual Tribal - Jagderfolge - Copyright Christine Krahl

  Viele Kulturen teilten den Glauben, daß der Fährmann, der die Toten
auf die andere Seite bringt, die
Fahrt verweigern würde, wenn
man keine Tätowierung besaß.






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 Bei den Kelten und in anderen Kulturen, hatten Tattoos den Stellenwert eines Talismans oder Amuletts. Das Tattoo übertrug dem Träger schützende, Glück bringende oder verbannende Kräfte. Bei den Nordmännern wurden bevorzugt Runen verarbeitet.
Ritual Tribal - Copyright Christine Krahl
 Bei den Maori (bekannt sind die polynesischen Tattoos, die man Moki nennt - eine Kunstform, die sich durch häufig auftauchende Spiralmuster auszeichnet) sind Tattoos ein Zeichen des Standes und der eigenen Identität. Das Bild erfüllt eine ähnliche Funktion wie ein Wappen oder eine Unterschrift.

 Bei magischen, rituellen Zeremonien sollten im Jetzt, bestimmte positive Energien für die Zukunft heraufbeschworen werden. Die Eigenschaften des Tieres oder Symbols sollten auf den Träger des Tattoos übergehen.

 
Träumer wurden in der Nacht beschützt, wenn sie eine
Tätowierung besaßen. Die Seele konnte nach ihren nächtlichen
Reisen den Körper schnell wieder ausfindig machen - was den Tod
des Träumenden bedeutet hätte.
 
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